Einblick in die Gremienstrukturen und ihr Wirken in Krisensituationen

In der derzeitigen Corona-Pandemie stehen viele Institutionen vor großen Herausforderungen, es müssen wichtige Entscheidungen in kurzer Zeit getroffen werden und es entsteht mehr und mehr Unmut über die einschneidenden politischen Entscheidungen zur Eindämmung des Virus Sars-CoV-2. Viele Menschen fühlen sich diesen Entwicklungen ausgeliefert. Aber tatsächlich fallen auch schnell getroffene politische Entscheidungen nicht ohne dass wichtige gesellschaftliche Akteure zurate gezogen werden. Beispielsweise wurden die Religionsgemeinschaften zur Schließung aller Gotteshäuser im Land Niedersachsen vorher konsultiert. Es bestehen weiterhin Möglichkeiten der Partizipation und Mitwirkung an den Krisenentscheidungen.

Gern möchten wir den Mitgliedern der Muslimischen Jugendcommunity Osnabrücker Land e.V. die wichtigsten Möglichkeiten aufzeigen, wie man durch ein Vereinsengagement, ein Gremienengagement, bzw. durch ein Engagement in Religionsgemeinschaften, an den politischen Entscheidungen in Krisenzeiten teilhaben kann. Gerade in Zeiten, in denen sich unsere Mitglieder dem Verlauf der Dinge ausgeliefert fühlen, würde das Aufzeigen von Beteiligungsmöglichkeiten die Motivation zur Arbeit in wichtigen Gremien steigern. Denn die Entscheidungen um die Corona-Pandemie beeinflussen alle Menschen in ihrem täglichen Leben und machen dadurch Politik greifbar.

Um die Corona-Krise nachzuarbeiten und die Schnittstellen von temporär eingerichteten Ausschüssen (z. B. der Krisenstab des Landes Niedersachsen zur Corona-Pandemie) mit etablierten Akteuren, wie bspw. den Religionsgemeinschaften, Dachverbänden, Netzwerken und anderen Zusammenschlüssen, deutlich zu machen, soll in einem Wochenendworkshop den Teilnehmenden durch Vertreter eben dieser Gremien und Institutionen die Arbeit unter Krisenbedingungen dargestellt werden. Wie haben Gremien in der Pandemie ihre Arbeit aufrechterhalten und welche Schnittstellen gab es, an wichtigen Entscheidungen des Landes zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens teilzuhaben?

Hierzu sollen verschiedenste Referenten eingeladen werden (u. A. Vertreter der Dachverbände). In einem Ausflug nach Hannover wird dann die Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen, Frau Doris Schröder-Köpf, besucht werden. Hier soll den Teilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben werden, Fragen zu integrativen Themen zu stellen und einen Einblick in die Arbeiten einer Integrationsbeauftragten zu erhalten. Frau Schröder-Köpf wird mit den jungen Engagierten aus der muslimischen Community im Osnabrücker Land diskutieren, wie gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte in Krisenzeiten aussehen kann.

Datum

01/11/2020

30/11/2020

Modellkommune

Landkreis Osnabrück

Träger

Muslimische Jugendcommunity Osnabrücker Land e.V.

Ansprechperson

Dua Zeitun

Adresse

Bramscher Str. 67

49088 Osnabrück