Jugend gegen Rassismus!

Einen Polnischen machen; Russenwirtschaft; etwas türken oder hinter schwedischen Gardinen sitzen: Auf solche sarkastischen Redewendungen trifft man in der heutigen Gesellschaft nicht selten.

Insbesondere jungen Menschen mit Migrationshintergrund fällt es oft schwer, einen in der Würdeerniedrigenden Kommentar von einem vermeintlichen Witz zu unterscheiden. Der markante Unterton von Rassismus beginnt bereits im Kleinen, kann sich aber zu einem unüberwindbaren Problem hochschaukeln. Und WIR haben nicht nur die Pflicht, sondern auch die große Ehre, die Welt durch unser eigenes Handeln und Verhalten zu einem besseren Ort zu verwandeln.

Rassismus sollte gerade in Zeiten der Globalisierung, im Interesse des allgemeinen Wohles, persönlich genommen werden, anstatt mit einem müden Lächeln als verletzenden Witz aufgefasst zu werden.

In diesem Jahr möchten wir gerne ein Projekt starten, mit dem wir dem Rassismus entgegenwirken. Mit unseren jungen Teilnehmenden werden wir mehrere Workshops durchführen, bei denen sie Plakate anfertigen zu dem Thema: „Jugend gegen Rassismus!“.

Wir werden ebenfalls in drei Webkonferenzen Diskussionen veranstalten, bei denen die Jugendlichen die Möglichkeit haben, sich über ihre Begegnungen mit dem Rassismus auszutauschen und ihre Vorschläge zur Besserung einzubringen.

Gesellschaftliches Engagement ist ebenfalls ein ganz wichtiger Hebel in der Demokratie gegen Rassismus. Etwas über die vielfältigen Möglichkeiten, zu erfahren, wo und wie man sich als junger Mensch gesellschaftlich und insbesondere gesellschaftspolitisch engagieren kann, soll ebenfalls diskutiert werden. Denn nur wenige junge Menschen kennen die Arbeit des Jugendparlaments in Leipzig wirklich gut. Oft ist unbekannt, dass es Wahlen zum Migrantenbeirat gibt. Dabei kann es sehr interessant, sich selbst in die Beiräte einzubringen um gegen Rassismus zu kämpfen.
Zu diesen Diskussionen laden wir Vertreter des Migrantenbeirates und des Jugendparlamentes ein, damit diese den Jugendlichen neue Denkanstöße geben und aufzeigen, welche Möglichkeiten eines Engagements gegen Rassismus die Gremien anbieten.

Diese Diskussionen und die Vorstellung der Plakate werden in einem Video zusammengeschnitten und als „Kurzfilm“ präsentiert. Die Vorstellung der Plakate macht jeder Teilnehmer individuell, Möglicherweise kann er seine eigenen Erfahrungen, Gefühle oder Ängste bezüglich des Rassismus in die Plakatvorstellung mit einbauen.

Datum

01/06/2020

31/01/2021

Modellkommune

Leipzig

Träger

Deutsch-Russisches Hilfswerk zur Heiligen Alexandra e.V.

Ansprechperson

Nadja Oppenländer

Adresse

Dresdner Straße 25

04317 Leipzig