Muslimische Bürger*innen für die Lokalpolitik

Menschen aus überwiegend muslimischen Kulturkreisen werden unabhängig ihres Weltbildes und ethnische Zugehörigkeit zusammengebracht. Dabei soll ihre religiös- oder kulturelle Gemeinsamkeit die Zusammenkunft dieser Gruppen erleichtern. 

Über Treffen, Begegnungen, Seminare, Workshops und Besichtigung der einzelnen Beiräte (wie Jugendbeirat, Beirat für Naturschutz, Seniorenbeirat, Stadtteilbeiräte, Sportbeirat und Frauenbeirat) soll ein Überblick über die einzelnen Ausschüsse verschafft werden.
Zu diesen Begegnungen und Treffen gehören unter anderem die regelmäßige Teilnahme am Runden Tisch für Toleranz und Demokratie der Stadt Neumünster sowie aktive Beteiligung im Forum der Vielfalt Neumünster. Die Maßnahmen finden teilweise als digitale Angebote statt. 

Es werden Aktionen zu diesem Zweck, in einem Planungsteam gemeinsam geplant. 

Hierbei können als Aktionen etwa Spielenachmittage veranstaltet werden sowie Ausflüge zum Schleswig-Holsteinischen Landtag, im Idealfall kommt es zu kurzen Gesprächen mit Abgeordneten. 

Die Teilnehmer*innen der Treffen, Begegnungen, Seminare, Workshops und Besichtigung werden über die lokale Politik und einzelne Arbeitsfelder ihrer Stadt in Gesprächen und Begegnungen mit städtischen Akteuren, wie etwa Mitarbeitern der Stadt Neumünster und Mitglieder der politischen Parteien darüber informiert, welche einzelne konkrete Maßnahmen dazu ergriffen werden. Z.B. zum Thema Umwelt erfahren sie wo der Müll deponiert wird und wieweit die Mülltrennung bei der Umweltpolitik eine Rolle übernimmt. Z.B. zum Thema Verkehrspolitik, sollen sie erfahren ob eine neue Verkehrsplanung in Sicht ist und wie sie funktioniert, wer dafür zuständig ist und ob unterschiedliche Parteien und Vertretungen unterschiedliche Rollen vertreten. Z.B. bei der Bildungspolitik sollen sie erfahren, wie der demographische Wandel in der Stadt Neumünster aussieht, wie in der Schulpolitik welche Details eine Rolle spielen und welche Maßnahmen der Stadt bei Ermöglichung der Chancengleichheit ergreifen will, wie die Zukunftspläne gemacht werden. 

Sie sollen die vielfältigen Aufgaben in der Stadtteilpolitik erfahren und darüber sensibilisiert werden, welche einzelnen Maßnahmen ein Stadt Leben ausmacht und ob und wie sie als Bürger*innen in Neumünster dazu beitragen können. 

Es wird am Ende des Projekts ein Frauen-, ein Senioren-, und ein Jugendforum gegründet, die sich auf Dauer für die lokale Politik einsetzt. Dieses Forum wird dann aus Mitgliedern aller teilnehmenden Organisationen und Vereine bestehen, die sich in ihrem Arbeitsschwerpunkt auf Maßnahmen der einzelnen Stadtteile beziehen. Hier werden dann Themen wie etwa Problemsituationen und Alltagsfragen besprochen und somit in dem Forum über nächste Handlungsmöglichkeiten entschieden. Diese Fragen können sowohl politische Interessen wie auch die Umwelt und Gemeinschaft betreffen, welche dann im Forum diskutiert werden. 

Eine der Ziele ist auch, ältere Migranten*innen für die nächsten Seniorenvertretungswahlen zu gewinnen und bei denen die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Um das zu verwirklichen sollen mehrere Organisationen und Netzwerke angesprochen und in der Beteiligung von interessierten wird eine Planungsgruppe gebildet. Diese Planungsgruppe trifft sich monatlich. Zu den Maßnahmen gehört, anhand unserer vorhandenen Klienten und Erfahrung, aufzuklären, welche Themen die Zielgruppe interessiert und Bedarf besteht. Die genauen Maßnahmen werden mit in den mitmachenden Organisationen besprochen. Das Ziel dabei mit unterschiedlichen Zielgruppen (Frauen, Jugendliche und Senioren) Themen der lokalen Politik zu behandeln. 

Der Sozialdienst muslimischer Frauen-Neumünster e.V. macht auch mit dieser Projektaktivität in BePart mit: Teilhabe in neumünsteraner Elternbeiräten 

Datum

01/01/2020

30/09/2020

Modellkommune

Neumünster

Träger

Sozialdienst muslimischer Frauen e.V.

Ansprechperson

Abdullah Richardt

Adresse

Christianstraße 62

22145 Neumünster