Mut und Motivation zum Mitmachen

Als Aktivität sind insgesamt 5 Veranstaltungen geplant. Die Veranstaltungen haben zum Ziel, dass ProjektteilnehmerInnen mit InteressensvertreterInnen aus der Landes- und Kommunalpolitik, aus dem gewerkschaftlichen Bereich und aus gemeinnützigen Initiativen in Kontakt kommen. Daraus soll die konkrete Beteiligung von TeilnehmerInnen mit Migrationshintergrund in Gremien, Vereinen und Ausschüssen vereinbart werden und in der Praxis Anwendung finden. Die praktische Beteiligung der TeinehmerInnen kann in den Gremien und Initiativen sehr vielseitig sein. Wichtig ist, den TeilnehmerInnen aufzuzeigen, dass ihr ehrenamtliches und gemeinnütziges Engagement auch eine Einflussnahme auf gesellschaftliche Gestaltungsprozesse in der Demokratie beinhalten kann. Das aktive Mitwirken in z.B. einer Garteninitiative, kann über das Gärtnern hinaus auch zum Ziel haben Ideen und Entwürfe einer urbanen Begrünung zu entwickeln. Diese können bei Stadtentwicklungsprozessen eingebracht und in der praktischen Umsetzung begleitet werden. Für Menschen mit Migrationshintergrund und mit anderen Kultur- und Gesellschaftserfahrungen können diese Erfahrungen der Partizipation und Beteiligung durchaus neu sein und sollen dementsprechend vermittelt werden.

Die Vermittlung der gesellschaftspolitischen Relevanz des Engagements in Gremien, Ausschüssen und Vereinen wird in 3 Veranstaltungen in Form von Exkursionen und Gesprächsveranstaltungen durchgeführt:

1. „Gemeinnützige Betätigung im Ehrenamt als gesellschaftspolitische Ressource“
Das Gespräch erfolgt mit VertreterInnen des Ehrenamtsbeirates und von gemeinnützigen Vereinen.

2. „Die Arbeit im Stadtrat und in den Gremien der Ortschaftsräte“
Das Treffen erfolgt im Rathaus mit VertreterInnen von z.B. Ausschüssen.

3. „Außerparlamentarische Gestaltungsräume in der Landespolitik“
Das Treffen erfolgt im Thüringer Landtag mit der Landtagspräsidentin und VertreterInnen außerparlamentarischer Initiativen.

4. Tagung und Workshops – Bedarfe der Mitwirkung und Interessen der TeilnehmerInnen
An der auf den Workshops aufbauenden Tagung nehmen die TeilnehmerInnen und VertreterInnen von Vereinen, kommunalpolitischer Gremien und Ausschüsse und aus dem gewerkschaftlichen Bereich teil. In Form von mehreren Workshops beraten die Beteiligten, welche Bedarfe der gesellschaftpolitischen Mitarbeit es gibt und welche Interessenslage seitens der TeilnehmerInnen mit Migrationshintergrund vorliegt. Die Workshops werden von einer verantwortlichen Person moderiert. Die Beratungsergebnisse werden dokumentiert und in der Gesamtrunde der Tagung vorgestellt. Anhand der Ergebnisse wird vereinbart, an welchen Vereinen, Gremien und Ausschüssen die TeilnehmerInnen Interesse haben, Kontakt aufzunehmen bzw. dort mitzuwirken.

5. Exkursionen zu Vereinen, Gremien und Ausschüssen
In Form von mehreren Kleingruppen besuchen die TeilnehmerInnen die für sie interessanten Gremien, Ausschüsse und Vereine. Diese stellen ihre Arbeit vor. Die VertreterInnen und TeilnehmerInnen treten in einen Kontakt und vereinbaren eine mögliche Zusammenarbeit bzw. Mitarbeit der TeilnehmerInnen. Dieser Teil steht unter dem Vorbehalt, dass öffentliche Sitzung der Gremien stattfinden.

Der Gesamtprozess wird filmisch begleitet. Am Ende des Projektes gibt es eine Videodokumentation, die die Prozesse und Ergebnisse darstellt.

Datum

01/06/2020

31/01/2021

Modellkommune

Erfurt

Träger

Offene Arbeit des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt

Ansprechperson

Jose Paca, Matthias Weiß

Adresse

Allerheiligenstr. 9

99084 Erfurt