RomaLE: Empowerment für junge Roma in Leipzig

Im Verein Romano Sumnal engagieren sich viele jugendliche Roma aus Leipzig. Sie besuchen die Nachmittagsangebote im Verein und nutzen die Räumlichkeiten, um sich zu treffen. Das Projekt “RomaLE” soll die Jugendlichen dabei unterstützen, ihre nachmittäglichen Treffen in den Vereinsräumlichkeiten nachhaltig weiter zu entwickeln und einen eigenen Initiativkreis zu gründen, der sich in der Zukunft mit eigenen Projekten und Ideen in der Leipziger Öffentlichkeit präsentiert.

Um dies zu erreichen sollen die Jugendlichen in den kommenden sechs Monaten in Workshops geschult werden und eigene Möglichkeiten der Präsentation und Darstellung in der Gesellschaft entwickeln, sowie erste eigenen Projektideen für die Zukunft zu entwickeln. Mit den erarbeiteten Ergebnissen sollen sie an die Akteure der Mehrheitsgesellschaft herantreten und auf sich und ihre Bedürfnisse und Anliegen aufmerksam machen. Ziel ist es, die jugendlichen Romnja und Roma im Projekt zu stärken, ihnen Mut zu machen selbst an die Akteure und Entscheidungsträger heran zu treten und aus dem bisherigen “Über-Roma-Sprechen” ein “miteinander-Sprechen” werden zu lassen. Hauptanliegen ist es das Projekt den ganzen Zeitraum über gemeinsam entstehen zu lassen und weiter zu entwickeln. Wünsche, Idee und Ziele der Teilnehmer sollen immer im Fokus stehen. Um dies zu erreichen ist im Projekt folgendes geplant:

1. Zukunftswerkstatt:
Das Projekt “RomaLE” startet mit einer Zukunftswerkstatt, an der junge in Leipzig lebende Roma teilnehmen. Hier sollen die gemeinsamen Ziele der Jugendlichen erarbeitet werden; erste Projektideen geschmiedet werden und Interessen und Ziele für die Arbeit in der Jugendgruppe erarbeitet werden. Die Zukunftswerkstatt wird gemeinsam mit den Teilnehmern entwickelt. Ihre Ideen, Wünsche und Anliegen sollen in der Zukunftswerkstatt fokussiert werden und die Basis für die weiteren Workshops bilden. Gemeinsamer Ausgangspunkt wird die Frage sein: „Wie wollen wir uns in der Leipziger Öffentlichkeit nachhaltig als junge Roma präsentieren?“ Es ist geplant am Ende der Zukunftswerkstatt fünf Workshops für das laufende Projektjahr zu planen, die den Teilnehmern dabei Helfen sollen, ihre Ideen/Projektideen zur besseren Präsentation in der Öffentlichkeit zu verwirklichen – Thema und Inhalt der Workshops sollen an der Ausgangsfrage orientiert sein – die genauen Themen werden gemeinsam in der Zukunftswerkstatt, orientiert an den Wünschen und Ideen der Teilnehmer, entwickelt. Daneben gründet sich auch die Initiativgruppe Projektarbeit während der Zukunftswerkstatt, je nach Themen und Anliegen werden ein bis drei Initiativgruppen gebildet (Themenschwerpunkte: Projektarbeit in der Kultur/Musik, Projektarbeit im Bereiche Antidiskriminierung und Geschichtsarbeit, Projektarbeit im Bereich Politik und Gesellschaft).

2. Regelmäßige Treffen:
Bei regelmäßigen wöchentlichen Treffen, sollen die Jugendlichen ein Konzept für Ihre Initiativgruppe entwickeln und den nächsten Weiterbildungsworkshop selbst planen und vorbereiten. Daneben sollen sie mit ihrer Gruppe Besuche bei Gremien, wie den Stadtbezirksbeiräten, der Ratsversammlung, dem Migrantenbeirat, der Stadtverwaltung, den Fraktionen im Stadtrat und anderen Akteuren organisieren. Diese Treffen sollen die ganze Projektlaufzeit hinüber dauern.

3. Workshops:
Ab August 2020 werden Workshops für die Teilnehmer zu Themen wie z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Kommunalpolitik, Recht und Gesetz, Teilhabe in der Gesellschaft u.a. (eine genaue Festlegung wird anhand der erarbeiteten Ziele der Zukunftswerkstatt geschehen). Es sind fünf Workshops geplant. In den Workshops sollen die Teilnehmer lernen in welchen Formen sie sich in der Öffentlichkeit präsentieren können, welche Möglichkeiten sie haben sich an der kommunalen Politik zu beteiligen, welches ihre Rechte sind und wie sie sie einfordern können und wie sie ihre Teilhabe an der Gesellschaft weiter verbessern können.

4. Präsentation:
Geplant ist eine Podiumsdiskussion zur Ausgangsfrage mit Projektteilnehmern, Vertretern aus Politik und Gesellschaft und anderen Vertretern von Roma und Sinti Organisationen. Daneben soll das Projekt in einem Kurvortrag vorgestellt werden. Arbeitsschritte, Ergebnisse und anderes sollen in einer Ausstellung begleitend zur Veranstaltung dem Publikum präsentiert werden.

5. Abschlusswerkstatt:
Die Ergebnisse des Projekts sollen bei einer abschließenden Werkstatt zusammen getragen werden und in einer Broschüre oder einem Blog zusammengefasst werden. Daneben sollen bei der Werkstatt Ideen und Projekt für die Zukunft geplant werden.

Datum

01/02/2020

31/01/2021

Modellkommune

Leipzig

Träger

Romano Sumnal e.V.

Ansprechperson

Petra Sejdi

Adresse

Ludwigsburger Straße 14

04209 Leipzig